• Mehrwert

    Die Personelle Entwicklungszusammenarbeit erzeugt mit angemessenen Mitteln eine direkte Wirkung auf die Entwicklung zugunsten der benachteiligten Bevölkerung im Süden. Diese spezifische Form von Entwicklungszusammenarbeit trägt zugleich zu einer humanitären, engagierten und weltoffenen Schweiz bei.

    http://www.unite-ch.org/de/mehrwert
  • Grundsätze

    Die Personelle Entwicklungszusammenarbeit umfasst Facheinsätze in Entwicklungsprojekten des Südens. Sie versteht sich als eine Form der Internationalen Zusammenarbeit, bei der nicht Geld oder Technologie im Vordergrund stehen, sondern die fruchtbare Begegnung zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen. Gemeinsam arbeiten sie für bessere Lebensbedingungen in den Ländern des Südens.

    http://www.unite-ch.org/de/node/32
  • Verband

    Seit 50 Jahren setzt sich Unité, der Schweizer Verband für Personelle Entwicklungszusammenarbeit, für die Verbesserung der Qualität der Facheinsätze im Freiwilligenstatus durch Standardsetzung, Evaluationen, Studien sowie Unterstützung und Weiterbildung ein. Er besteht aus rund 25 Mitgliedorganisationen.

    http://www.unite-ch.org/de/node/36

Aktuell

Medienmitteilung von "Recht ohne Grenzen", Bern, 11. März 2015

Nationalrat lehnt Motion für verbindliche Sorgfaltsprüfung ab
 

Nach turbulenter Debatte hat der Nationalrat heute die Motion für mehr Konzernverantwortung erst angenommen und nach einem Rückkommen doch noch abgelehnt. Der Entscheid zeigt: Eine knappe Mehrheit des Parlaments foutiert sich um eine zukunftsfähige Schweizer Menschenrechts- und Standortpolitik. Für «Recht ohne Grenzen» ist klar: Diese Frage gehört vors Volk. Ende April startet deshalb die Konzernverantwortungsinitiative.

Die Aussenpolitische Kommission forderte in ihrer Motion die gesetzliche Verankerung von Sorgfaltsprüfungspflichten bezüglich Menschenrechten und Umwelt für Unternehmen. Der auf Prävention ausgerichtete Vorschlag fand breite Unterstützung aus Wirtschaft und Politik. So begann die heutige Nationalratsdebatte vielversprechend: Nach einer sorgfältigen Diskussion über dieses wichtige Thema wurde die Motion mit 91:90 Stimmen, mit Stichentscheid des Präsidenten angenommen. Während knapp eineinhalb Stunden war die Schweiz Vorreiterin in Sachen verantwortungsvoller Wirtschaft.
Trotz breiter Allianz folgte anschliessend die Kehrtwende. Die rechte Ratshälfte und die konservative Wirtschaftslobby (Economiesuisse, Swissholdings) rauften sich zusammen, was in einem Rückkommensantrag aus CVP-Reihen gipfelte. Kurz vor Ende der Sitzung, um 18:47 Uhr wurde darüber abgestimmt – und das Resultat war plötzlich umgekehrt: 95 Nein zu 86 Ja.
Der heutige, extrem knappe Nationalratsentscheid gegen mehr Konzernverantwortung zeigt zweierlei: Eine bedeutende Minderheit des Parlaments ist der Meinung, dass eine zukunftsfähige Schweiz ihre Konzerne stärker in die Pflicht nehmen muss. Gleichzeitig setzen sich die konservativen Kräfte, die sich nicht um den internationalen Trend hin zu verantwortungsvollen Unternehmen scheren, immer noch durch. Die Blockade in dieser zentralen Frage bei der Umsetzung der Uno-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte macht klar: Ohne grösseren Druck wird sich hier in der Schweiz nichts bewegen.
Deshalb haben Anfang Jahr über 60 Nichtregierungsorganisationen gemeinsam die Lancierung der Konzernverantwortungsinitiative beschlossen. Die Volksinitiative ist nötiger denn je – und sie hat gute Chancen auf breite Unterstützung. Ende April wird sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für Rückfragen:
Rahel Ruch, Koordinatorin Recht ohne Grenzen Tel. 076 517 02 08, rahel.ruch@alliancesud.ch
Michel Egger, Koordinator Droit sans frontières, Tel. 079 599 97 30, michel.egger@alliancesud.ch

«Recht ohne Grenzen» ist ein Zusammenschluss von 50 Entwicklungs- und Menschen-rechtsorganisationen, Umwelt- und Frauenverbänden, Gewerkschaften, kirchlichen Gruppen und kritischen Aktionärsvereinigungen. Die Koalition setzt sich für klare Regeln für international tätige Unternehmen ein, damit diese weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards respektieren müssen. www.rechtohnegrenzen.ch

 

Vom 24. bis 28. März findet in Tunis das Weltsozialforum statt. Aus der Schweiz reist eine Delegation mit 60 Personen an, darunter auch der Präsident des Ständerats.

Medienmitteilung von E-changer/Comundo und Alliance Sud
 
Vom 24. bis 28. März findet in Tunis das Weltsozialforum statt. Aus der Schweiz reist eine Delegation mit 60 Personen an, darunter auch der Präsident des Ständerats.
Nach Nairobi (2007), Dakar (2011) und Tunis (2013) findet das Weltsozialforum zum vierten Mal in Afrika statt. Mehr als tausend Veranstaltungen sind geplant, wobei die jüngsten Ereignisse in der arabischen Welt einen wichtigen Platz einnehmen. Aber auch verschiedene andere Krisen wie der Klimawandel und die Frage, welche Rolle die Zivilgesellschaft bei deren Lösung spielen kann, werden debattiert werden.

Alliance Sud, die Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Hilfswerke Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas, Caritas und Heks und E-changer/Comundo, die sich für eine solidarische Entwicklungszusammenarbeit und Expertenaustausch einsetzen, organisieren gemeinsam die Reise einer Schweizer Delegation ans Weltsozialforum. 70 Personen werden teilnehmen, so viele reisten noch nie aus der Schweiz ans WSF.

Fünf Angehörige des Bundesparlaments gehören zur Delegation, darunter Ständeratspräsident Claude Hêche, dazu kantonale Parlamentarier, eine starke Vertretung der Gewerkschaften, der Medien und verschiedener Nichtregierungsorganisationen. Vor Beginn des Forums wird die Delegation Angehörige der tunesischen Zivilgesellschaft treffen und Projekte der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Tunesien besuchen.

Alliance Sud und E-changer/Comundo werden im Rahmen des Forums auch mit eigenen Veranstaltungen präsent sein. Mit arabischen Partnern stellt Alliance Sud die Wirksamkeit privat finanzierter Entwicklungspartnerschaften zur Diskussion, gemeinsam mit Marche Mondiale de Femmes, CADTM/Afrika, Solifonds und Unité organisiert E-changer/Comundo ein Atelier über solidarische Entwicklungszusammenarbeit.
 

Vom 24. bis 28. November 2014 führte Unité in Managua (allgemeine Einführung) und Matagalpa das kontinenta-le Seminar für KoordinatorInnen und Programmverantwortliche ihrer Mitgliedorganisationen sowie - zum vierten Mal – für leitende VertreterInnen von Partnerorganisationen durch.Das Thema war: „Synergien zwischen den verschiedenen Einsatzformen der Personellen Entwicklungszusammenarbeit" (“Articulaciones y sinergias entre las diferentes modalidades de intercambio de personas en la cooperación internacional”).

Es waren insgesamt 27 Teilnehmende aus acht Ländern (Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nikaragua, Peru und der Schweiz). Die VertreterIn-nen Lateinamerikas (Partner und lokale KoordinatorInnen) bildeten diesmal die Mehrheit – ein Novum in der gut 15-jährigen Geschichte der Unité-KoordinatorInnen-Seminare. Folgende acht Unité-Organisationen waren anwe-send: Comundo (BMI, E-Changer, Inter-Agire), DM-échange et mission, Eirene-Suisse und Interteam sowie, zum ersten Mal in Lateinamerika dabei, die Schweizer Heilsarmee, Medicuba und SwissContact / Senior Expert Corps.

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